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Die Groner Line Dance Gruppe in AktionNach beinahe fünf Jahrzehnten aktiver Arbeit im Verein, davon knapp 24 Jahren als Vorsitzender, hat Jürgen Hammel auf der diesjährigeren Mitgliederversammlung am 11. September sein Amt an Sylvia Binkenstein abgegeben. Es ist kein Rückzug in Gänze: Jürgen Hammel will dem Vorstand in beratender Funktion weiterhin zur Seite stehen. Und auch sein Engagement bei der Bewirtschaftung des so herrlich schön am Kiessee gelegenen Vereinshauses wird er fortsetzen – für ihn eine Herzenssache, nachdem er vor etlichen Jahren den schmucken Bau mit initiiert und seine Errichtung federführend begleitet hatte.

Die äußeren Bedingungen, unter denen die Amtsübergabe vollzogen wurde, hätten sich wohl alle, die dabei waren, etwas opulenter und weniger spartanisch gewünscht. Leider hatte die ursprünglich für den 20. März geplante Jahreshauptversammlung coronabedingt gleich zu Beginn der Pandemie abgesagt werden müssen. Als Ausweichmöglichkeit war dann unter Mithilfe der GoeSF die Ausrichtung in der großen, für eine Veranstaltung dieser Art jedoch nur wenig atmosphärischen Sporthalle Halle G der Geschwister-Scholl-Gesamtschule zustande gekommen. Einen Vorteil hatte die Verlegung demgegenüber in zeitlicher Hinsicht: Nur gut zwei Monate nach der Verschmelzung des MTV Grone mit dem TWG konnten die auf diese Weise vereinten Mitglieder zum ersten Mal überhaupt einer gemeinsamen Versammlung beiwohnen.

 

Wirklich nahekommen durften sie sich wegen des Abstandsgebotes allerdings nicht. Der Vorstand agierte auf dem Hallenfeld hinter Turnkästen, die Mitglieder und Gäste – insgesamt 131 Anwesende wurden gezählt – hatten auf den unbequemen Bänken der heruntergelassenen Zuschauertribüne Platz genommen und die Akustik war geradeso annehmbar. Zudem musste verzichtet werden auf den sonst gewohnten kleinen Imbiss und die Versorgung mit Getränken. Letzteres wurde anschließend für Unentwegte auf dem weitläufigen Freigelände am Groner Vereinshaus in der Martin-Luther-Straße nachgeholt.

Bei allem Minimalismus gab es am Ende aber durchaus auch Lob – vor allem weil ein paar Glanzlichter gesetzt wurden. Für das erste sorgte schon vor der offiziellen Begrüßung die Groner Line Dance Gruppe, die mittlerweile zusätzliche Trainingseinheiten im Vereinshaus am Kiessee absolvieren kann und insofern wie viele andere Sportgruppen von der Fusion profitiert. Sichtbar erstaunt waren die meisten Alt-TWGer über die Lacrosser, die sich im späteren Verlauf kurz präsentierten und dabei erahnen ließen, dass ihre auf nationalem Niveau betriebene Ballsportart mehr als nur einen zusätzlichen Tupfer auf der Angebotspalette des TWG darstellt. Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Joachim Pförtner und Timo Holloway vom SSB Göttingen, die den scheidenden Vorsitzenden Jürgen Hammel im Rahmen der vom Landessportbund Niedersachsen ins Leben gerufenen Kampagne „Ehrenamt überrascht“ für seine Vereinstätigkeit würdigten.

Wie in der Tagesordnung festgelegt, standen auch wieder die üblichen Wahlen an. Nach der Neuwahl Sylvia Binkensteins zur Vorsitzenden wurden der Reihe nach Klaus Pense in seinem Amt als Stellvertretender Vorsitzender (Sport), Dieter Schwabe als Vorstandsmitglied für Finanzen und Silke Dudda als Vorstandsmitglied für Gesundheitssport bestätigt. Vakant bleibt vorerst das bislang von Sylvia Binkenstein bekleidete Amt des Vorstandsmitglieds für Liegenschaften und Recht. Für den turnusgemäß als Kassenprüfer ausscheidenden Helmut Schimk wird im kommenden Jahr – neben Oliver von Sierakowski und Ursula Rudolph – dieses Amt Wolfgang Wachenhausen neu übernehmen. In den Ältestenrat haben sich wählen lassen: Bernd-René Gebhardt, Peter Peters, Joachim Sterr, Ute Janus-Müller, Gundel Utermöhlen, Norbert Hampe und Ursula Rudolph. Zum Sicherheitsbeauftragten wurde Christian Müller ernannt, der damit für einen  beim TWG erstmalig eingerichteten Aufgabenbereich zuständig ist.

Großes Bedauern löste die Tatsache aus, dass von den geladenen Mitgliedern, die es für ihre langjährige Mitgliedschaft zu ehren galt, nur wenige erschienen waren. Das ist sicherlich zum Teil pandemiebedingter Vorsicht zuzuschreiben, spiegelt aber auch eine  Entwicklung wider, die schon eine ganze Weile anhält und auf die der Vorstand reagieren wird.